1985 steckte der Sudan in erheblichen Schwierigkeiten. Der Sudan war schon früher in Schwierigkeiten, aber dieses Mal lag das Land bauer bauer friseur fast auf den Knien. Ich war eingeladen worden, Verwandte einer lieben Freundin von mir zu besuchen, einer sudanesischen Frau, mit der ich mir eine Wohnung teilte, und ich hoffte, von ihrer Cousine Zuba abgeholt zu werden.

Ich kam genau in dem Moment in Khartum an, in dem die Sudanesen beschlossen, ihren amtierenden Präsidenten Gaafar Muhammad Nimeri zu entlassen. Vom ersten Moment meiner Ankunft an konnte ich die Anspannung spüren; es war eine fast greifbare Sache, roh und aufregend. Ich kam spät in der Nacht an und schlich auf Zehenspitzen über die schlafenden Lumpenbündel, die an spärlichen Möbeln in dem seltsamen Wirtschaftsgebäude lehnten, das angeblich die Ankunftshalle war. Zumindest wurde mir versichert, es sei die Ankunftshalle.

Es gab Stapel von nicht abgeholtem Gepäck, das in alle Richtungen verstreut war, mit lose herunterhängenden Schlössern; offensichtlich von einer Reihe von Plünderern manipuliert worden. In meiner Unschuld und Unerfahrenheit des Lebens in Khartum hatte ich für meine Reise ein ziemlich elegantes weißes Kleid und eine Jacke getragen, ähnlich wie ein Hochzeitskleid, um wirklich eine Kohlengrube zu erkunden, obwohl ich mir meiner Idiotie damals nicht bewusst war.

Ich saß in etwas, das man nur als ultimatives Chaos bezeichnen kann. Das Flugzeug, aus dem ich gerade ausgestiegen war, hatte über zweihundert von Granaten getroffene Passagiere in einen Raum gespuckt, der nur wenig größer und erheblich staubiger war als eine Pfadfinderhütte. Schwebender Sand war überall, in der Luft, auf den Sitzen, setzte sich entlang der Schalter und über den Plexiglasbarrieren, die die Passagiere von den kaum sichtbaren Einwanderungsbeamten trennten, ab. Kinder weinten, aus einem Lautsprecher knisterte eine seltsame arabische Hymne, und vor dem Gebäude hupten Autos und Taxis.

Als ich dasaß, floss feiner gelblich-brauner Sand auf die Schultern und Revers meines frischen, weißen Kleides und Mantels und auf das schwarze Leder meiner Garderobe und Handtasche, die ich trug, aus Angst, meine persönlichen Sachen in diesem Chaos aus den Augen zu verlieren.

Direkt vor mir schien eine Ansammlung zerlumpter Körper an einem Gepäckhaufen zu scharren. Bei näherer Betrachtung gelang es mir, die Rückseite des T-Shirts zu lesen, das mir am nächsten war. „Gepäckabfertigung“, stand da. Der Träger hatte nur ein Paar abgenutzte Speedo-Shorts und Flip-Flops an. Er paffte an einer übel riechenden Nelkenzigarette und er und seine Freunde hatten bereits einen Koffer weiter entlang der Linie geöffnet.